News Information zum OPEN CALL 1. April 2021

Aufgrund eines Fehlers in der Ausschreibung wird die Deadline auf den 26.04.2021 verschoben. 

 

In den Ausschreibungen ist eine falsche Mailadresse angegeben. Alle Bewerber:innen werden gebeten, ihre Einreichungen nochmals an die richtige Mailadresse zu schicken: dock20@lustenau.at  (nicht .de)

Eine aktualisierte Version der Ausschreibung steht zum Download bereit.

Einreichungen sind bis zum 26.04.2021 möglich. 

Die Jury trifft sich am 27.04.2021. 

 

Ausschreibung

Das DOCK 20 – Kunstraum und Sammlung Hollenstein, das Druckwerk Lustenau und der Verein Stickerei – Museum. Archiv. Kommunikation (S-MAK) schreiben eine künstlerische sowie eine interdisziplinäre/ wissenschaftliche Residency aus. Im Rahmen eines sechswöchigen Aufenthalts ab 1. August 2021 arbeiten die beiden Stipendiat:innen zum Thema der (post)migrantischen Gesellschaft im Kontext der regionalen Industriegeschichte.

Mit dem Aufstieg der Lustenauer Textilindustrie in den 60er Jahren begann die Werbung und ein Zuzug türkischer, kurdischer und jugoslawischer Gastarbeiter:innen. Ohne sie wäre der wirtschaftliche Aufstieg nicht erfolgt. Als die Lustenauer Stickereiindustrie aufgrund ihrer Abhängigkeit vom nigerianischen Markt in den 90er-Jahren größtenteils zerfiel, waren die „Migrant:innen“ noch immer da, hatten Kinder, Kindeskinder. Doch in den Archiven und Geschichten über die lokale Stickereiindustrie sucht man ihre Geschichten und Erinnerungen weitestgehend (noch) vergebens. Als Gastarbeiter:innen der x-ten Generation werden sie bis heute zu selten als Protagonist:innen und Wissensproduzent:innen verstanden. Migrantisch situiertes Wissen in den gesellschaftlichen Diskurs einzupflegen und diese Stimmen hörbar zu machen ist genauso eine Voraussetzung für eine postmigrantische Gesellschaft wie die kritische Reflexion des/der Anderen und ihrer Entstehung.

Die Stipendiat:innen können frei zu dem Thema arbeiten und werden hierbei von Akteur:innen vor Ort nach Bedarf sowohl technisch als auch inhaltlich unterstützt. In den lokalen Archiven und Sammlungen lagert eine Vielzahl an Material zur Lustenauer Industriegeschichte, dass genutzt werden kann. Zugleich stellt die (post)migrantische Perspektive häufig eine Leerstelle oder einen blinden Fleck in den Archiven dar. Die Arbeit der Stipendiat:innen ist somit auch eine direkte Beteiligung an der Wissensproduktion und stark ortsbezogen.

Es gibt keine vorgeschriebenen Formate oder Medien. Eine Eingrenzung des Themas und eine Absprache über die möglichen Arbeitsprozesse im Vorhinein sollte jedoch von den Stipendiat:innen eingeplant werden, um die Arbeit vor Ort vorzubereiten. Als Arbeitsort steht das Druckwerk zur Verfügung.

Datum: August/September 2021 (6 Wochen)
Honorar: 1.500,– Euro plus Produktionsbudget und Unterbringung

Informationen zum Bewerbungsverfahren befinden sich in den PDF-Files, die zum Download bereit stehen.