News Ausstellung im DOCK 20: „Fallende Helden.“ 12. September 2023

© Stefania Smolkina 2023 2

In Kooperation mit dem Projekt #OhneAngstVerschiedenSein des Jüdischen Museums Hohenems eröffnet am Donnerstag, den 15. September, im DOCK 20 eine Gruppenausstellung rund um Denkmäler und Erinnerungsorte. Sie versammelt sieben künstlerische Positionen zur Erinnerungskultur und -lücken in Bezug auf die Geschichte des NS-Regimes in Vorarlberg, Österreich und darüber hinaus.

Wessen gedenken wir, wenn wir der Opfer des Nationalsozialismus und der Shoah gedenken? Welche Ausdrucksformen kennt die österreichische Erinnerungskultur? Und wer ist überhaupt Teil des erinnernden Kollektivs? Sieben internationale und regionale Künstler:innen präsentieren Arbeiten, die sich mit diesen Fragen auseinandersetzen. Im Fokus steht auch die Vorarlberger Nachkriegsgeschichte: der „Marokkanerstern“ in Feldkirch, die Geschichte von Zwangsarbeiterinnen oder das Attentat in Nenzing.

Die Ausstellung mit Arbeiten von Rosa Andraschek, Karin Berger, Talya Feldmann, der Künstler:innengruppe Schandwache, Stephan Sachs, Sarah Schlatter und Stefania Smolkina ist in Zusammenarbeit mit dem Projekt Projekt #OhneAngstVerschiedenSein des Jüdischen Museums Hohenems entstanden. Die Künstlerinnen und Künstler entstammen unterschiedlichen Generationen, leben an verschiedenen Orten innerhalb Europas und arbeiten sowohl mit zeitbasierten Medien wie Fotografie und Film sowie mit Installationen und Malerei. Ihnen allen gemeinsam ist, dass sie Erzählungen jener Betroffenen in den Mittelpunkt der Ausstellung stellen, deren Stimmen seit Jahrzehnten ungehört geblieben sind – zugunsten der Konstruktion eines homogenen Erinnerungsnarratives. Sie nähern sich kritisch an jene Denkmäler an, die einseitige und teilweise revisionistische Geschichtsbilder transportieren, verweisen auf Leerstellen der Erinnerung oder schaffen mit ihren Arbeiten eigene, der Klage gewidmete Monumente der Trauer.

Umfangreiches Rahmenprogramm

In einem umfangreichen Rahmenprogramm, in den Räumen des DOCK 20 sowie des Jüdischen Museums werden die Themen in Diskussionsrunden, Vorträgen und Filmvorführungen weiterführend behandelt und öffentlich diskutiert. Mit einem kritischen Blick in die Vergangenheit schaut die Ausstellung somit optimistisch in die Zukunft.

┬®KarinBerger_Navigatorfilm_2023 Die Ausstellung versammelt sieben künstlerische Positionen zur Erinnerungskultur und -lücken.

15.9., 19 Uhr Vernissage und Konzert HuröLia
24.9., 14 Uhr Tag des Denkmals, Öffentliche Führung mit Johannes Spies, Kirche St. Karl, Hohenems
7.10.2023, 18 – 1 Uhr, Lange Nacht der Museen, Apéro und Sammlungsschau mit Gabriele Bösch, DOCK 20
19.10., 18 Uhr, Apéro-Führung mit Kuratorin Anne Zühlke. Keine Anmeldung, Eintritt frei, DOCK 20
5.11., 16 Uhr, Heldengedenken? Helden verrenken! Performance, Vortrag und Gespräch Jüdisches Museum Hohenems
25.11., 19 Uhr, Kinder der Befreiung. Der Marokkanerstern in Feldkirch: Screening, Gespräch und Live-Collage, DOCK 20
2.12., „Jenseits des Krieges“, ab 17 Uhr: Kino und Gespräch mit Ruth Beckermann und Meinrad Pichler, DOCK 20
14.1.2024, 18 Uhr, Finissage mit Drinks und Snacks, DOCK 20

Kinderprogramm und Workshops mit Christa Bohle. Kontakt: dock20@lustenau.at 

Öffnungszeiten DOCK 20: Donnerstag 14 bis 20 Uhr, Freitag und Samstag von 14 bis 18 Uhr Tickets 4 EUR / 3 EUR ermäßigt. Infos www.lustenau.at/dock20

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