2022.03

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Gruppenausstellung: "Raster und Fraktal"

Laufzeit: 30. September 2022 bis 15. Januar 2023, Eröffnung: 29. September, 19 Uhr

Die Gruppenausstellung präsentiert künstlerische Positionen, die sich kritisch mit der Ordnung der Dinge als Infrastruktur und ihrer Ästhetik auseinander setzen. Die weltumspannende Technologisierung vieler Lebensbereiche eröffnet auch neue Fragen für die künstlerische Produktion. Wie gehen Künstler:innen mit dem Pluralismus gesellschaftlicher Ordnungen und Kosmologien um, die zunehmend auch im westlichen Kunstkanon an Relevanz und Sichtbarkeit gewinnen? Inwiefern ist eine Arbeit noch abhängig von ihrer Materialität und ihrem Herstellungsprozess? Wie wirken sich Verfahren der Produktion auf eine künstlerische Arbeit aus in einer Zeit, in der es durch Software-gestützte Herstellung keine menschlichen Fehlerquellen mehr geben müsste? Gibt es in der heutigen, hoch technisierten Welt noch Raum für Zufall und hat dieser inzwischen sogar einen besonderen, progressiven Wert?

Ein sogenannter Glitch erzeugt Fraktale, abgestoßene Teilchen eines vormals geschlossenen Systems. Er ist ursprünglich ein Fehler, eine Ungereimtheit, die von den Programmierer:innen nicht vorgesehen war und aus dem System selbst heraus entstanden ist. Im gesellschaftspolitischen Kontext, insbesondere auf dem Feld des Transhumanismus dient er als Metapher für Ambiguitäten und Gleichzeitigkeiten innerhalb einer Person oder eines vermeintlich eindeutigen Sachverhaltes.

In Zusammenarbeit mit den Institutionen Stickerei – Museum. Archiv. Kommunikation (S-MAK) und Druckwerk Lustenau wird auch 2022 wieder eine Artistic Residency für zwei Künstler:innen/Wissenschaftler:innen ausgeschrieben, um für sechs Wochen in Lustenau zu leben und zu arbeiten. Die Resultate des Aufenthaltes werden Teil der Gruppenausstellung sein und sich in diesem Jahr insbesondere mit dem Bereich der Printmedien befassen.