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Zwischen Raster 

Mit Selina Lampe, Friederike Goebbels, Michael Reindel, Viktor Petrov und Johann Voigt


Laufzeit: 30. September 2022 bis 14. Januar 2023, Eröffnung: 29. September, 18 Uhr

Welcher Naturbegriff prägt unsere Gegenwart? Wie finden Künstler:innen in ihren Arbeiten einen Ausdruck dafür? Und auf welche Art schlägt sich das Verhältnis des Menschen zur Natur auch in der gesellschaftlichen Ordnung nieder? Dieser Frage nachgehend eröffnet mit dem Titel „Zwischen Raster“ am 29. September die diesjährige Gruppenausstellung im DOCK 20.

Selina Lampe, Michael Reindel, Viktor Petrov und die beiden diesjährigen Stipendiat:innen des Residency-Programms, Friederike Goebbels und Johann Voigt, zeigen darin Positionen, die sowohl formal als auch inhaltlich unterschiedliche, spielerische bis poetische Zugänge zum Thema bieten. Die Arbeiten sind bunt, expressiv, erzählen durch ihr Material oder ihre Motive hindurch Geschichten, denen die Künstler:innen auf ihren Recherchen begegnet sind oder die sie selbst erlebt haben. Über die Wut gegenüber den Autoritäten und dem Gefühl des Gefangenseins in geltenden Konventionen im Hörstück von Johann Voigt bis hin zum kühlen, rationalen Blick auf das Raster im allseits bekannten Kinderspiel „Schiffe versenken“ in der Installation von Viktor Petrov eröffnet die Ausstellung ein breites Spektrum an Perspektiven.

Friederike Goebbels und Johann Voigt haben die vergangenen sechs Wochen in Lustenau im Druckwerk gearbeitet und binden die Erfahrungen und Erlebnisse ihrer Zeit vor Ort in ihre Arbeiten ein. Auf ihren Streifzügen durch die Gegend hat Friederike Goebbels mit ihrer Kamera Eindrücke gesammelt, die sie nun aufs Textil gebracht hat. Als Mitarbeiterin der Druckwerkstatt der Universität der bildenden Künste in Berlin vermischt die Künstlerin für ihre Werke klassische Motive französischer und italienischer Luxusmode mit typisch lustenauerischen Stickereikomponenten und Siebdruck.

Die Objektkünstlerin Selina Lampe verwebt in ihrem Kepenek sprichwörtlich Geschichte. Der Filzumhang, der seit Jahrhunderten Schaf- und Ziegenhirt:innen vor Wind und Wetter schützt und ihnen auf ihren Pfaden zugleich als Unterschlupf und Schlafsack dient, wird in ihrer Arbeit – einer Kollaboration mit dem Künstler Valentin Hessler – zum erzählerischen Medium. Michael Reindel nutzt die Technik des Lehmstampfens zur Konstruktion eines Möbelkunstwerkes, dessen Materialität die Besucher:innen zum Verweilen, Fühlen und Lesen in den Ausstellungsräumen einlädt.

 


 

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