#6: Stephanie Hollenstein: „Kriegszeichnungen 1915 bis 1917“

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#6: Stephanie Hollenstein: „Kriegszeichnungen 1915 bis 1917“
Sammlungsausstellung im Schaudepot der Sammlung Hollenstein
 

Im Zentrum der Auseinandersetzung mit der Sammlung Hollenstein stehen weniger die bekannten Ölgemälde, sondern vor allem die zeichnerischen Arbeiten aus dem Nachlass, die einen wesentlichen Teil des Bestandes bilden. In ihrer Vielfalt und Unmittelbarkeit ermöglichen sie – gemeinsam mit dem im Historischen Archiv verwahrten schriftlichen Nachlass – einen besonders dichten Einblick in Stephanie Hollensteins künstlerische Entwicklung und ihr Bildinteresse im Zusammenhang mit ihrer Biografie sowie den politischen und gesellschaftlichen Umständen ihrer Zeit. 

Die Zeichnungen zeigen häufig unspektakuläre Motive, deren kunsthistorische Bedeutung sich erst im Kontext ihrer Entstehung erschließt. Briefe, Dokumente und Notizbücher erlauben dabei den Blick über den Bildrand hinaus und machen sichtbar, was in den Arbeiten ausgespart bleibt. Gerade dieses Zusammenspiel von bildnerischem und schriftlichem Nachlass macht den Bestand zu einer zentralen Grundlage für eine kritische und zeitgemäße Neubefragung von Werk, Person und Institutionsgeschichte.
 

Mit Texten von Claudia Voit, Sarah Schlatter und Lidiya Anastasova

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