#11: Philipp Fleischmann: „Shifting Figures“

Katalog zur Austellung von Philipp Fleischmann
Laufzeit: 7. September – 7. Dezember 2024


Philipp Fleischmann untersucht in seinen Arbeiten die technischen, räumlichen und medialen Bedingungen des Films. Mit selbst konstruierten Camerae obscurae vermisst er Architektur fotografisch und macht den apparativen Blick zum Ausgangspunkt filmischer Bilder, deren Form sich aus den jeweiligen räumlichen und technischen Voraussetzungen entwickelt. Seine Arbeiten verweigern klassische filmische Illusionen und zeigen Film bewusst als materielles, formales Medium.
 

In der Ausstellung „Shifting Figures“ im DOCK 20 erweitert Fleischmann diese Auseinandersetzung durch Installationen mit Diaprojektoren, Lichtbildern und Fotogrammen. Durch verlangsamte Projektionen, transparente Bildträger und hörbare Apparaturen verschränken sich Bildraum und realer Raum, während sich Bedeutung erst im Verhältnis der Betrachter:innen zum Werk formt. Neuere Arbeiten auf Barytpapier verschieben den Filmstreifen selbst ins Zentrum und untersuchen die Übergänge zwischen Film, Fotografie und Malerei. Film wird dabei zum offenen Zeichen, dessen Erzählung erst im Akt der Wahrnehmung entsteht.
 

Mit Texten von Julia Kronberger und Anne Zühlke.

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